29.05.2012

Qual der Wahl: Patch Pump oder Animas?

Ich kann mich einfach nie entscheiden... Ich bekomme demnächst (hoffentlich) eine Folge-Insulinpumpe und ich glaube, derzeit ist der schlechteste Zeitpunkt überhaupt dafür, vor die Pumpenwahl gestellt zu werden. Ich weiß beispielsweise, dass einige Pharmaunternehmen gerade mit Hochdruck an neuen Insulinpumpenmodellen "basteln". Super, die werden in den nächsen 2-4 Monaten sicherlich noch nicht auf dem Markt erschwinglich sein. Schon bei meiner "Accu-Chek Spirit" hatte ich vor vier Jahren etwas Pech, weil direkt danach die "Accu-Chek Combo" erhältlich war, die einiges mehr als die Spirit an Funktionen und Möglichkeiten zu bieten hat. Aaaaah... was also tun? Wie entscheiden? Definitiv steht für mich schon einmal fest, entweder eine Patch Pump oder die Animas Vibe, weil sie sich im Vergleich zu anderen Insulinpumpenmodellen mit ihren Funktionen eben am besten an meine Bedürfnisse anpassen. Ich brauche nicht viel "Schnick-Schnack", aber wasserfest müssen sie beispielsweise unbedingt sein! Nun muss ich noch Vor- und Nachteile der Kontrahenten "Animas Vibe" und "Patch Pump" gegeneinander abwägen.
Die Qual der Wahl!
Die Animas Vibe hat eigentlich einen sehr entscheidenden Vorteil, sie kann mit einem CGMS kommunizieren. Allerdings hat sie den Nachteil, dass man zum einen weiterhin "verkabelt" unterwegs ist und zum anderen die Katheter noch von Hand setzen muss. Wobei mich letzteres nicht mal allzu sehr stört, Hauptsache das Insulin erreicht den Bestimmungsort. Diese "Nachteile" hat die Patch Pump nicht. Dafür kann sie aber wiederum nicht mit einem CGMS kommunizieren. So dachte ich jedenfalls bis gestern. Hier habe ich nun andere Infos gefunden: http://www.myomnipod.com/about-omnipod/omnipod-CGM/ und auch hier: http://www.diabetools.com/insulet-kooperiert-in-sachen-cgms-mit-lifescan/

Somit bringt mich nicht nur die Animas Vibe mit der Möglichkeit der Kommunikation zwischen Pumpe und CGMS der künstlichen Bauchspeicheldrüse ein Stückchen näher, sondern auch die Patch Pump. Dabei kommt letztere zudem noch ohne diese "Kabelage" aus, die beispieslweise meine Katze gerne durchbeißt, die auch ständig gewechselt werden will oder auch mal ne Verstopfung auslöst. 

Aber wie sieht das denn aus mit der Sensorgröße - bzw. mit dem Kram, den ich dann wieder am Körper tragen muss? Der fette Sensor meines CGMS reicht mir schon gerade hin. Der lässt mich schon wie ein Bodybuilder aussehen (siehe "Über den CGMS-Sensor, der sich's auf meinem Oberarm gemütlich macht") und stört (nicht nur) beim Sport! Trage ihn deshalb auch nur sehr ungern, trotz der vielen vielen vielen Vorteile der kontinuierlichen Glukosemessung. Mit einer Verordnung eines neuen CGMS, dessen Sensor nicht mal halb so groß ist, brauche ich jedenfalls erst mal nicht rechnen (siehe: "CGM: Rückschlag bei Kostenübernahme").

Bei der Patch Pump trage ich das komplette Insulinresevoir am Körper. Eine Blog-Leserin meinte, dass dieses bei der zweiten OmniPod-Generation (sollte ab Juli erhältlich sein) jedoch ziemlich klein ausfällt und nicht stört. Sie hat mir auch netterweise eine Telefonnummer von "Herrn Ypsomed" ;) gegeben. Warte nun auf Rückruf und werde ihn dann Löcher in den Bauch fragen. Schließlich will man bei so einer Entscheidung nichts falsch machen. Halte euch auf dem Laufenden. Bis gestern!

28.05.2012

Zauberwelt Harz? Hier hab ich keinen Diabetes...

Na ja zumindest fast nicht. Hexerei? Von vorne: Am Pfingstwochenende hieß es für Moppi "Wellnessen, Schwimmen, Schlemmen und Wandern", für mich aufgrund meines 30ten Geburstages wohl eher "Verjüngungskur im Harz" (Braunlage).

Nachdem ich am Freitag den ersten "Schock" überwunden hatte - meine Eltern haben mich nach Ankunft in Bad Harzburg am Bahnhof überrascht - spielten sie unser Taxi und setzten uns direkt am Wellness-Hotel ab. Die auffällig bunte, hölzerne 30 die ich überreicht bekam, wurde jedenfalls erst mal zur 03 umfunktioniert. Soweit so gut aus der Misere erst mal wieder rausgerettet.

Am nächsten Tag wachte ich mit erhöhtem Blutzucker auf. Hab bei 250 mg/dl nach dem Frühstück aber nicht Korrektur gespritzt, weil wir Schwimmen gehen wollten. Gesagt getan. Pumpe abgelegt, Bahnen durchgezogen, neue Schwimmtechniken geübt, so gut, wie das in dem vielleicht 15-Meter-langen Hotel-Pool eben möglich war. Hatten übrigens das ganze Bad für uns alleine, was uns auch zu Wettläufen im Wasser und sonstiger Spinnerei veranlasste. Blutzucker lag bei 180mg/dl nach dem "Schwimmen".

Wandertour: Brocken rauf und runter, Hot-Stone-Massage und immer Traubenzucker im Gepäck
Danach Wettlauf durch die ein oder andere nicht wirklich warme Hotel-Sauna und direkt zur Hot-Stone-Massage zu zweit. Insulinpumpe wieder angekoppelt. Auf der Himmelbett-Massageliege ließ man sich verwöhnen und die Massage mit den Wunderheilkräften ;) der Steine brachte meinen Blutstrom scheinbar zum Brodeln - zumindest sah ich hinterher so aus, da die Beine mit roten Flecken übersät waren. So danach wollten wir dann auch direkt weiter auf den Brocken wandern. Mit dem Taxi nach Schierke und von dort aus nach oben marschieren, vorher nervte mich aber noch eine Unterzuckerung. Hmmm Mist irgendwie Traubenzucker vergessen ("Traubenzucker vergisst ein Diabetiker nie!"). Erst mal temporäre Basalrate der Pumpe auf 10% abgesenkt. Moppi hat in seiner Überfürsorge drei Packungen Traubenzucker herbeigeschafft, nach dem ich schon ne Banane intus hatte. So ist er... Nun gut mein Wwundebärchen.

Hoch gings den Brocken, runter gings den Brocken (by the way: diese Brockenbahn kostet 21 Euro pro Person und einfacher Strecke, kann man also gut drauf verzichten)... Runter wählten wir dann gut gestärkt einen scheinbar schnelleren, zwei Kilometer kürzeren Wanderweg. Von wegen "schnell", ein Schei*-Weg war das. Wir merkten bald, warum unsere Taxi-Fahrerin den zuvor als Knochenbrecherweg bezeichnet hat: Kaum ein paar Meter "gegangen", mussten wir schon ein blutverschmiertes Kind mit Taschentüchern versorgen. Irgendwann kippte dann auch meine Stimmung, da hungrig (wenn ich hungrig bin, werde ich unausstehlich) mit einem Blutzuckerwert von 70mg/dl unterwegs und das trotz dem meine Insulinpumpe bereits vier Stunden auf TBR 10 % eingestellt war (das bedeutet nur 10% des Insulins der eigentlich benötigten Basalrate wird zugeführt). Nun gut, sind dann auch bald unten angekommen und freuten uns riesig auf unser auserkorenes Steinofen-Restaurant in Braunlage. Trotz riesiger Portionen verblieb nicht viel auf dem Teller (siehe Foto). Lecker war das!
Leckerwars im Restaurant "Steinofen"
Basalrate erhöhte ich zum Abendessen erst wieder auf 100%, habe aber für die etwa drei/vier verschlungenen BE keinen zusätzlichen Bolus gespritzt (Eiweiß und Fett nicht mal mit berechnet). Am nächsten Morgen erwachte ich wieder mit einem guten Wert von 120 mg/dl und musste mich vorbeugend nach einer Massage vor der nächsten Unterzuckerung schützen. Was war da los? Ich glaube wirklich, dass die Massagen den größten Teil dazu beigetragen haben, dass ich kaum Insulin benötigt habe. Ich sollte auch öfters Saunas aufsuchen. Eben alles über mich ergehen lassen, was die Durchblutung fördert. Erklärt jedenfalls auch, warum nach Schwimmtraining (siehe auch: "Wie sich Fremdgehen auf den Blutzucker auswirkt"), Saunabesuchen und Massagen meist Unterzuckerungen folgen. Das Insulin wirkt bei besserer Durchblutung eben viel schneller. Na ja und der Faktor "Stress", der im Harz ja nicht zum Tragen kam, spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle. Ich teste das jedenfalls mal weiter...

25.05.2012

Zukey und weitere Kosenamen für Diabetiker

Wer Zukey ist? Die da oben rechts in der Ecke. Ja ein bisschen Spinnerei muss sein. Das Leben nehmen wir sonst doch sonst schon oft viel zu ernst und zu verbissen.

In Lautschrift?
Die Namenszusammensetzung bedarf wohl nicht viel Erklärung: Zu (von Zucker) +  key (engl. Schlüssel) = "Zuckerschlüssel" (Zukey symbolisiert eine Insulinampulle. Und wie wir wissen Insulin dient als "Schlüssel", um die Zellen zu öffnen und den Zucker einzuschleusen).

Ich danke euch an dieser Stelle für zahlreiche Namens-Vorschläge. Ich denke allein der Spaß und die neuen Bekanntschaften waren es wert, sich auf "goße" Namens-Suche meines "Blog-Maskottchen" zu begeben (ausnahmsweise damals ;) noch via Facebook). Der Name "Zukey" steht und ist Programm.

Vielleicht bekommt Zukey aber auch noch einen Zweitnamen? Das überleg ich mir, bei den so vielen mir vorliegenden kreativen Namensvorschlägen noch einmal. Wovon ich einige an dieser Stelle, wie versprochen, noch veröffentlicht wissen möchte. Schließlich können diese ja auch als "nette" (teils auch unnette/lustige) Diabetiker-Kosenamen verwendet werden (aber bitte nicht als Beleidigungen!):
  • Stechmücke,
  • Lino,
  • Sugarrunner,
  • Happy Hippo happy Hypo,
  • Zuckerschlecker, 
  • Zuckerrübchen,
  • Honey,
  • Candy,
  • Sugardrop,
  • Kandiskeule, 
  • Insulinjunky,
  • Insulinix,
  • Holus Bolus,
  • Mister Langerhans,
  • Gluki,
  • Gluko,
  • Apfelstrudel,
  • Süße/r,
  • Sugarman/-Woman,
  • Diabeticman/woman und
  • Zuckerfutzzi.